SAISON 2020/21

PROGRAMM

1 DIGITA
Ensemble Batida & Hécatombe

26. November 2020

Über Umwege trafen die beiden Genfer Kollektive Ensemble Batida und Hécatombe, nach der erfolgreichen Zusammenarbeit am Projekt OBLIKVAJ, zwischen zwei Welten bei DIĜITA wieder aufeinander. Auf der Bühne ist eine Art 3D-Comic in Form eines Würfels, ein grafischer Klangraum, gebaut von Hécatombe, dem Ensemble Batida, Giuseppe Greco und David Poissonier, zu sehen, in welchem sich die Musiker befinden. Wie eine kleine Insel mit nur 2.5 Metern Seitenlänge beherbergt der Würfel die Musiker und ihre Steuerungen (Touch-Synthesizer, Sampler, Tire-pads, 3D Sensoren) sowie ein Klangdiffusionssystem und vereint gleichzeitig verschiedenste Eigenschaften: er ist ein Konzertsaal, welcher von mehreren Seiten aus beobachtet werden kann, eine Handchoreografie, eine Videoinstallation und ein digitaler dreidimensionaler Comic.

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2 BELONGING
Studio 6 und Jonas Kocher

10. Dezember 2020, 20 Uhr

Wer bin ich als Künstler*in und was prägt mich? Schweizer und Serbische Musiker*innen hinterfragen in dem Projekt «Belonging» auf subtile Art und Weise den Begriff von Zugehörigkeit und Eigenständigkeit in einer globalisierten Welt. In dem von Milana Zarić und Jonas Kocher zusammengestellten Konzertprogramm begegnen sich nun vier Werke – darunter zwei Uraufführungen – von Komponist*innen aus der Schweiz und Serbien. Alle Komponist*innen sind oder waren einzigartige Stimmen in der Neuen Musik, ihre Werke sind geprägt durch ihre unterschiedlichen sozialen, politischen und kulturellen Umfelder.

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3 UN FIL ROUGE
United Instruments of Lucilin

08. Januar 2021

Das luxemburgische Ensemble United Instruments of Lucilin präsentiert ein Konzertprogramm für Streichquartett, Percussion und Elektronik und lässt das Publikum in deren vielfältige Klangmöglichkeiten eintauchen. Die Auswahl der Stücke – darunter drei Schweizer Erstaufführungen –, die alle zwischen 2004 und 2018 komponiert wurden, reflektiert die Devise des Ensembles stets nach Neuem zu forschen und zu experimentieren.

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4 TRADIOPHON
Neue Vokalmusik aus dem Baltikum und aus Schweden

23. Januar 2021, 20 Uhr

Im Norden Europas hat sich bis heute eine lebendige Gesangskultur mit einer beeindruckenden Fülle an Chor- und Ensemblemusik erhalten. Ohne Scheu vor Mikrotonalität und Nähe zur geistlichen Musikkultur entwickelt sich das zeitgenössische Musikschaffen auf diesem Grund.
Im Programm dieses Abends finden sich Vertonungen geistlicher Texte bei Galina Grigorjewa, textlose Mehrstimmigkeit in der Uraufführung von Liisa Hirschs Neubearbeitung des Werks Kuma sowie Mischformen im Umgang mit Text und Geräuschklängen in den Werken von Karin Rehnquist und Tatiana Kozlova-Johannes. Alle Kompositionen sind in der Schweiz zum ersten Mal zu hören.

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5a Doppelkonzert 1
Petra Ackermann Solo

25. März 2021

Das Konzertprogramm vereint Komponist*innen, mit denen Petra Ackermann seit vielen Jahren zusammenarbeitet und die sich in ihren Arbeiten intensiv mit den aktuellen Ausdrucks- und Notationsformenformen auseinandersetzen. Die Erweiterung der Spieltechniken auf der Viola sind Ausgangspunkt dieses Programms: Der Klang der Viola wird durch Präparationen am Instrument, die menschliche Stimme und die elektroakustische Klangerzeugung verfremdet, transformiert und gleichsam in sich selbst gespiegelt, virtuelle Dialoge entstehen, die in ihrer auf-sich-selbst-Bezogenheit um sich kreisen.

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5b Doppelkonzert 2
SPIEGEL
Katharina Klement

25. März 2021

«In meinem Schaffen zieht mich das Klavier immer wieder magisch an, ist es trotz seiner romantischen Konnotation nicht zu verwerfen, bleibt es immer wieder innerster Dreh- und Bezugspunkt meines musikalischen Umherschweifens. Mit zentrifugaler Kraft schleudert es mich immer wieder in die unmittelbare Gegenwärtigkeit, und bleibt damit mein stetiger Herausforderer.
Habe ich vor vielen Jahren begonnen, es als Klanggenerator oder als zu vermessendes Areal bestehend aus Hämmern, Tasten, Saiten, Dämpfern, Rahmen und Korpus zu bezeichnen, schließe ich mit diesem Solo an meinen letzten größeren Klavierwerke vessel und pianimal an, in denen das Instrument als Gefäß beziehungsweise als tierhaftes Wesen begriffen wird.»

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6a Doppelkonzert 1
SLOW FIRE | DURCH MICH
Lukas Huber, Solo-Oper

03. Mai 2021

slow fire | durch mich – ein(e) Solo(-Oper) von Lukas Huber
«Im Nachdenken über verantwortungsvolles Handeln in einer vernetzten, globalen Welt frage ich mich immer wieder, wie (und ob) man als Rezipierende*r / als Konsument*in teilnehmen kann, oder im Umkehrschluss: Wie man als Autor*in / Künstler*in Verantwortung übernehmen kann ohne den Fokus auf das Erstellen von Produkten zu legen / laut sein zu müssen.
Ich verstehe mich (auch) als Resonanzkörper und will andere Menschen durch mich – und somit auch mit mir – sprechen (und denken) lassen: Dafür leihen mir Marianne Schuppe, Marie Goyette und Friederike Kretzen ihre Stimmen, die sie mittels Texten von Ulrich Blumenbach und Camille Luscher erheben, die wiederum auf einer Arbeit von David Foster Wallace basieren: Wer denkt / spricht / singt hier (mit – und/oder durch – wem/wen)?»

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6b Doppelkonzert 2
WINTERREISE
Leo Hofmann und Benjamin vanBebber

03. Mai 2021

Winterreise
Mit Franz Schuberts »Winterreise« auf den Lippen und einem Rucksack voller selbstgebauter elektronischer Instrumente machen sich zwei Freunde auf den Weg. Fernweh und Konzertflügel lassen Benjamin van Bebber und Leo Hofmann dabei links liegen. Das Motto bleibt das gleiche: home is where the heart is, und darum bleiben sie in Bewegung, lassen sich durch Landschaften treiben und schleudern Lautstärken und Geschwindigkeiten in den Raum, bis, irgendwo zwischen Zuhause und Unterwegs, die Grenzen zwischen Sesshaftigkeit und Nomadentum verschwimmen. In einer Welt voller Grenzen verhelfen sie mit ihrer Adaption des Liedzyklus den Motiven rund um Freundschaft, Mobilität und Sehnsucht zu neuer Aktualität.

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