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Di 10. März 2020, 20:00 Uhr, Gare du Nord

#4  REISE NACH COMALA

Das Musiktheater «Reise nach Comala» basiert auf Juan Rulfos einzigem Roman «Pedro Páramo» von 1955. Der Roman gilt als Klassiker der modernen lateinamerikanischen Literatur und als Vorläufer des magischen Realismus. Germán Toro Pérez’ musiktheatralische Adaption ist als «Theater der Stimmen», als vielstimmig klingender Raum konzipiert. Darin wird die Geschichte des Dorfes Comala zur Zeit der mexikanischen Revolution erzählt, ein System aus Abhängigkeit und Mittäterschaft, in dem Selbsttäuschungen und Illusionen jede Veränderung verhindern. Für die Aufführungen im Gare du Nord in Basel und im Konzerthaus in Wien entsteht eine Live-Hörspielfassung des Werks.

 

 

Programm

Germán Toro Pérez: «Reise nach Comala» (2015-17), Theater der Stimmen nach dem Roman «Pedro Páramo» von Juan Rulfo, in einer neuen Live-Hörspielfassung für Vokalensemble, Instrumentalensemble und Elektronik

Ensemble PHACE

Vokalensemble Zürich

Peter Siegwart, Dirigent

Florian Bogner & Germán Toro Pérez, Elektronik & Klangregie

Tickets bei Gare du Nord

Seit Jahren präsentiert das Ensemble PHACE (Wien) spezielle Konzertformate und spartenübergreifende Projekte und tritt mit einem eigenen Konzertzyklus regelmässig im Wiener Konzerthaus auf. Es war bereits europaweit zu Gast in Konzertsälen und an Festivals wie L’auditori Barcelona, Barbican Center London, Berliner Festspiele, Elbphilharmonie Hamburg, HCMF Huddersfield, Musica Strasbourg, Rainy Days Luxembourg, Salzburger Festspiele, Ultraschall Berlin, Wien Modern.

 

Das mit professionellen Stimmen besetzte und von Peter Siegwart geleitete Vokalensemble Zürich setzt seit nunmehr 30 Jahren abseits des gängigen Kulturbetriebs eigene Akzente mit speziellen Programmen und selten aufgeführten Werke. Das breite Repertoire umfasst mittelalterliche bis zeitgenössische Musik. Komponisten wie Dieter Ammann, Daniel Glaus, Philipp Racine, Alfred Zimmerlin u.a. haben für das Ensemble komponiert.

 

Germán Toro Pérez, geboren 1964 in Kolumbien, studierte Komposition in Bogotá und in Wien. Seit 2007 ist er Leiter des Institute for Computer Music and Sound Technology und Dozent für elektroakustische Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste. Seine Arbeit oszilliert zwischen der Untersuchung von morphologischen Aspekten des Klanges und der Auseinandersetzung mit aussermusikalischen Themen, wie die Fragmentierung der Wirklichkeitswahrnehmung oder die ontologischen Funktionen der Sprache. Das Musiktheaterprojekt «Reise nach Comala» schliesst eine Reihe von Stücken, die dem Werk des mexikanischen Schriftstellers Juan Rulfo gewidmet sind, ein.

 

Peter Siegwart studierte Schulmusik, Flöte (André Jaunet, Marcel Moyse), Musiktheorie (Rudolf Kelterborn, Hans Ulrich Lehmann) und Dirigieren (Ferdinand Leitner, Rafael Kubelik – Meisterkurs IMF). Er ist Leiter diverser Ensembles, Komponist und Initiant vielfältiger musikalischer Projekte. Mit dem Vokalensemble Zürich realisiert er spezielle Programmideen.