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SA, 22. OKTOBER 2016, 20.00H

DRUCKEREIHALLE*

 

LASER EAR

 

Man darf gespannt sein, wenn der vielseitige St. Galler Installations- und Improvisationskünstler Andy Guhl, die französische Klarinettistin und Stimmperformerin Isabelle Duthoit und Franz Hautzinger, einer der profiliertesten Experimentalmusiker der österreichischen Szene, anlässlich dieses IGNM-Konzerts zum ersten Mal für eine multimediale Instant Composing Performance im Ackermannshof zusammenfinden.

 

Andy Guhl, geknackte Alltagselektronik (real-time audiovisuals)

Isabelle Duthoit, Stimme und Klarinette

Franz Hautzinger, Viertelton-Trompete

 

 

 

Seit ihrem Studium bei Jacques Di Donato in Lyon arbeitet Isabelle Duthoit mit einigen der wichtigsten Vertretern der französischen Improszene, weiters mit Phil Minton, Tim Hodgkinson, Thomas Lehn, uva. Seit einigen Jahren ist sie mit ihrem Trio Bouge, mit Luc Ex und Johannes Bauer in Europa unterwegs, sowie zuletzt verstärkt mit ProtagonistInnen der österreichischen Szene.

 

Franz Hautzinger leitet zahlreiche eigene Ensembles (legendär seine Regenorchester, Gomberg, Dachte Musik) und ist begehrter Partner von Kapazundern wie Elliot Sharp, Otomo Yoshihide, Butch Morris, Keiji Haino, Hamid Drake, Lou Reed, Zeitkratzer, Derek Bailey, Jamaaladeen Tacuma, Phil Niblock, David Sylvian und vielen mehr. Hautzinger hat seine Viertelton-Trompete zu einem Ausdrucksmittel ganz neuer Art entwickelt, der er bizarre Töne und Geräusche entlockt. In seiner Soloperformance schafft er abenteuerlichste Klanglandschaften, die sich eher nach elektronischer Musik als nach Trompete anhören, und voller interessanter Sounds sind.

 

Andy Guhl ist Kontrabassist mit Grund- und Selbststudium. Improvisations- und Free-Jazzmusik von 1968 bis 1984, danach arbeitete er mit selbstentwickelten Instrumenten, unter Einbezug von manipulierter Alltags- und Eigenbau-Elektronik.

Kollaborationen u.a. mit den Gruppen „Möslang-Guhl“, „Voice Crack“, „Poire_Z“, Peter Liechti, Jim O’Rourke, Phil Minton, Carlos Zingaro, Otomo Yoshihide, Borbetomagus.

Ab 2003 entstand „THE INSTRUMENT“: die Entwicklung eines "audiovisuellen Soloprojektes", das auch als interaktive Installation mit Bild- und Objektpräsentation vorgestellt wird.

Weitere musikalische Zusammenarbeit mit Charles Uzor, Charlotte Hug, Jonas Kocher, Mike Bullock, Mario Gabola, Yan Jun, Richard Jean, John Tilbury, Manuel Mengis, Bertrand Gauguet, uva.

Guhl gab Workshops und Kurse (geknackte Alltagselektronik) an der HSLU Luzern, ETH und IAC, GBSSG und HF Bildende Kunst St.Gallen sowie an verschiedenen internationalen Musikfestivals.

2014 erschien sein Buch „Ear Lights, Eye Sounds“, Verlag Periferia, Luzern.

 

© Annmarie Ursula

© Daniel Cemborek